Im christlichen Denken dominiert eine männlich geprägte Norm, durch welche die Welt und Geschlechterrollen interpretiert werden. Somit erscheint der Mann als Maßstab von Vollkommenheit und Heiligkeit, während der Frau Zurückhaltung und Mutterschaft zugeschrieben werden. Die religiöse Sprache stellt dabei ein machtvolles Instrument dar, das auch heutzutage zur Unterdrückung und Benachteiligung von Frauen beitragen kann. Ziel dieser Arbeit ist daher das traditionelle Rollenbild der Frau im Christentum zu hinterfragen und durch eine Gegenüberstellung von modernen Forschungen, Perspektiven und Erfahrungen aufzuarbeiten. Dadurch entstehen ebenfalls neue visuelle Räume, in denen Frauen jenseits von Scham, Gehorsam und Sünde existieren können. Letztendlich ergibt sich ein vielschichtiges Bild der Frau im Spannungsfeld zwischen Macht, Kontrolle, Glaube und Identität.

Elisa Dräger
Bachelor KD · Sommersemester 2026
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betreut von:
Prof. Dipl.-Des. Ilka Helmig und
Prof. Dipl.-Des. Eva Kubinyi