Medien zeigen Bilder häufig als scheinbar objektive Abbilder der Realität. Gleichzeitig steuern visuelle Codes wie Farbe, Typografie und Bildsprache die Wahrnehmung meist unbewusst und prägen kollektive Erinnerungen.
„ME.MORY“ arbeitet mit einem realen Pressefoto, das eine Demonstrantin zeigt, die einem Polizisten den Mittelfinger entgegenstreckt. Auf Grundlage dieses Bildes entstehen drei parallel angelegte Narrative mit unterschiedlichen visuellen Systemen.
Die Installation wird durch ein Begleitheft und eine interaktive Umfrage ergänzt. Besucher:innen erleben dabei unmittelbar, wie visuelle Wahrnehmungscodes bereits vor dem bewussten Denken wirken. Die Arbeit zeigt, wie Design kollektive Erinnerung aktiv gestaltet.

Sina Sommeling
Master · Wintersemester 2025/26
s.sommeling@gmx.de
betreut von:
Prof. Dipl.-Des. Lorenz Gaiser und
Prof. Dipl.-Des. Michael Pichler